Entstehung des Konzepts

 

Das Konzept entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Träger, Eltern und Erziehern.

Wesentlichen Anteil an der Ausarbeitung des Konzepts hat das Gründungsteam, bestehend 
aus Monika Purbst (staatlich anerkannte Erzieherin, 28 Jahre Berufserfahrung, fundierte
Erfahrungen als Gruppenleiter, anerkannter Kindersporttrainer, Kinder Yoga Übungsleiter)und

Elisa Becke (Diplom Sozialpädagogin mit dem Schwerpunkt sprachliche Frühförderung und "Das Sprachlerntagebuch"). Des Weiteren konnte auf Grundlage der zahlreichen Elterngespräche in 

Bezug auf die Wünsche und Ansprüche der zukünftigen Klienten und ihrer Erziehungsberechtigten

ein Schwerpunktkatalog für die Konzeption zusammengestellt werden. Wichtiger Nebeneffekt war die Ermittlung des pädagogischen Kerns, bei dem Vorstellungen, Ideen und Wünsche der Eltern,

Erzieher/innen und Träger verglichen werden konnten. Im Folgenden wurden die recherchierten

Schwerpunkte zusammengefasst.

 

(die Reihenfolge gilt nicht als Rangfolge, alle Punkte haben den gleichen Wert und wurden mit der gebührenden Wichtigkeit zur Kenntnis genommen)

 

 

  • dem Alter entsprechend pädagogische Arbeitsweise (kindsgerechte Erziehung)

  • kleine überschaubare Gruppen

  • individuelle Förderung der Kinder (in allen Fähigkeiten)

  • Entfaltung künstlerischer und musischer Fähigkeiten

  • viel Sport und Bewegung (alternative Angebote wie z.B.Yoga, Tanz etc.)

  • Erziehung zur Selbständigkeit

  • Vorbereitung auf die Schule (Schuli-AG)

  • liebevolle Betreuung(Sicherheit, warme und familiäre Atmosphäre, konstante Bezugspersonen)

  • Schaffung von Freiräumen

  • gesunde Ernährung (Esskultur, Beachtung von Ernährungshinweisen bezüglich Allergien)

  • kulturell- und konfessionsübergreifende Arbeit (Kennenlernen fremder Sitten und Gebräuche)

  • Respekt gegenüber der Individualität eines jeden Menschen

  • stabile und doch flexible Strukturen

  • Spaß am Leben

 

 

Leitbild der Kindertageseinrichtung


" Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der 
Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige
Entwicklung das Wichtigste ist. Ein Kind, das durch selbständiges Experimentieren etwas
erreicht, erwirbt ein ganz anderes Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird."

 

                                                             Emmi Pikler

 

Emmi Pikler: Geschichte und Grundgedanken


Emilie Reich wurde 1902 in Wien geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Ihre 
Mutter, eine Wienerin, war Kindergärtnerin von Beruf, ihr Vater ein Ungar war Handwerker.

1908 zogen ihre Eltern nach Budapest. Nach ihrem Medizinstudium im Wien eröffnete Emmi Pikler

eine private Praxis als Kinderärztin in Budapest. Ihre wesentliche Praxisausübung erfolgte in Form von Hausbesuchen. Emmi Pikler beschränkte sich in ihrer Arbeit als Kinderärztin nicht nur darauf, kranke Kinder zu behandeln und vorsorglich vorgeschriebene Routineuntersuchungen 

sowie Impfungen durchzuführen. Ihr Schwerpunkt lag auf der Prophylaxe im weitesten Sinne des Wortes. Bei häufigen und regelmäßigen Hausbesuchen beobachtete Emmi Pikler die Säuglinge
und Kleinkinder in ihrer alltäglichen Umgebung und besprach mit den Eltern Fragen,

welche die Gestaltung des Tagesablaufs, der räumlichen Verhältnisse, Ernährung des Kindes usw. betrafen. Sie machte die Eltern auf die selbständige Aktivität ihrer Kinder aufmerksam so dass sie dieser Wert beimaßen und die dazu erforderliche Umgebung dafür gestalteten. Die Pflegesituation wurde bis ins Detail vorbereitet was ermöglichte, dass sich die Eltern 

während des pflegenden Zusammenseins ohne Ablenkung dem Kind widmen konnten.

 

Geborgenen in sicheren und stabilen Beziehungen, lernen Kinder sich aus eigener Initiative, gemäß ihrer Interessen zu bewegen und zu spielen. Kommunikation und Sozialverhalten entstehen

im Dialog mit den Erwachsenen wenn die kindlichen Signale verstanden und sinnvoll erwidert werden. Damit selbständiges Lernen möglich wird, müssen die Erwachsenen eine Umgebung gestalten, die den momentanen Bedürfnissen und Bestrebungen des Kindes entspricht.

 

 

Unser Bild vom Kind


Wir gehen konform mit Frau Piklers Gedanken und vertreten die Auffassung, dass jedes Kind eine eigene Persönlichkeit hat, die es zu respektieren gilt. Jedes Kind muss in seiner individuellen Entwicklung gefördert werden. Diesbezüglich ist es wichtig, dass der Heranwachsende eigene Lebens- und Lernstrategien erwirbt. Er soll sich seiner Autonomie, seiner Selbstwirksamkeit und seines eigenen Potenzials bewusst sein. Im Mittelpunkt unserer Arbeit soll die Förderung der künstlerischen und motorischen Fähigkeiten (Sport und Bewegung)

stehen. Wir vertrauen auf die Kraft der Kunst und Bewegung um die Menschen zu bilden, zu unterhalten, zu verwandeln, zu neuen Denkpositionen zu bewegen und mit neuen Erfahrungen zu bereichern. Unsere Haltung lädt zur Mitbestimmung ein. Sie basiert auf dem Vertrauen in die individuelle Kompetenz des Menschen und drückt sich in einer Offenheit und Neugier gegenüber 

den von ihm eingebrachten Impulsen aus. Die Durchsetzung dieser Entwicklungsziele wird 
durch die Gründung einer kleineren Einrichtung und dem damit einhergehenden engen,
persönlichen und flexiblen Kontakt in einer familienähnlichen Situation gefördert. Durch
die bewusst reduzierte Größe der Kindertageseinrichtung erhalten die Kinder hautnah einen Einblick in den Alltag (Planung, Einkauf, Reinigung und Pflege) und können ihn aktiv mit gestalten (Tagesabläufe und Essenspläne mitbestimmen, gemeinsamer Einkauf, kleine Aufgaben übernehmen). Auf diese Weise wird es den Kindern ermöglicht das Leben mit seinen Aufgaben und

Möglichkeiten kennen zu lernen und für sich zu nutzen.

 

 

Rechte der Kinder


Kinder sind eigenständige Individuen, die aktiv an ihrer Umwelt teilhaben. Es gilt ihnen
Respekt entgegenzubringen. Dabei soll dem Heranwachsenden vermittelt werden, dass 
alle Kinder wichtig sind, es selbst eingeschlossen. Im Alltag der Kindertagesstätte werden die Rechte der Kinder folgendermaßen aufgeschlüsselt:

 

  • Kein Kind darf in Angst leben und hat das Recht auf Beistand, Respekt, Bestätigung und Anerkennung.

  • Jeder hat das Recht zu sagen was er denkt und fühlt.

  • Keiner hat das Recht zu schlagen oder sich über andere lustig zu machen.

  • Die Kita soll ein Ort der Akzeptanz und Geborgenheit sein.

  • Kinder haben das Recht, in einer verlässlichen und sicheren Welt aufzuwachsen. D.h. beispielsweise, dass Versprechen und Absprachen eingehalten werden.

  • Kinder dürfen und sollen Erfahrungen mit dem eigenen Körper sammeln.

  • Der Kindergarten soll zeitgleich ein Ort der Bewegung und Ruhe sein.

  • Kinder haben das Recht auf eine Altersentsprechende, kindsgerechte und individuelle Erziehung.

  • Kinder dürfen und sollen ihre Umwelt aktiv mit gestalten. Dazu gehört auch die Umgebung der Kindertagesstätte.

 

 

Kindliche Aneignungsprozesse


"Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn, wenn man genügend 
spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später 
sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer ist."
 

                                                             Astrid Lindgren

 

Spiele


Das Spiel der Kinder ist eine selbstbestimmte Tätigkeit, in der sie ihre Lebenswirklichkeit konstruieren und rekonstruieren. Für Spielende ist allein die Handlung, in der sie ihre Spielabsicht und Ziele verwirklichen, wesentlich und nicht ihr Ergebnis. Das Spiel ist in besonders ausgeprägter Weise ein selbstbestimmtes Lernen mit allen Sinnen, starker emotionaler Beteiligung sowie mit geistigem und körperlichem Krafteinsatz. Um dieses zu erreichen, sind die Mitarbeiter der Kindertagesstätte "Loftschloss" befähigt eine anregende Umgebung für die Kinder zu schaffen.

 

 

Das Kind und seine Natur


Kinder sind von Natur aus sehr neugierig und interessiert. Der Alltag der Kinder ist einer 
der wichtigsten Lernorte des Lebens. Jeder Vorgang mit einer Sache hinterlässt Spuren im Gedächtnis und verdeutlicht die Eigenständigkeit kindlicher Aneignungsprozesse. Aus diesem Grund soll jeder Heranwachsende in seinem Lerneifer und seiner Neugierde unterstützt und gefördert werden. Um das Interesse zu fördern und sie zu befähigen Lernprozesse selbst zu gestalten, braucht ein Kind vielfältige Kompetenzen im Bereich des Wissens, des Könnens und des Verhaltens. Dazu gehört unter anderem, dass sich das Kind

 

 

  • im klaren über seine eigene Person ist, 

  • Vertrauen hinsichtlich seiner eigenen Kräfte erwirbt,

  • Initiative zeigt,

  • im Erfassen sozialer und gesellschaftlicher Sachverhalte übt,

  • Urteils- und Handlungsfähigkeit aneignet,

  • ausdrücken sowie selbstständig Wissen und Fähigkeiten aneignen kann,

 

 

Damit ein Kind diese Fähigkeiten erwirbt, unterstützen Erzieher/innen der Kindertagesstätte "Loftschloss" den individuellen Bildungsprozess auf drei Ebenen:

 

 

Die Bildung des Selbst

Das Kind lernt ein Bild von sich selbst zu fertigen und Eigenverantwortung zu übernehmen.

 

Die Bildung von Gemeinschaft

Das Kind lernt sich ein Bild von anderen in der Welt zu bilden und sich solidarisch in eine Gemeinschaft einzubringen.

 

Die Bildung von Erkenntnissen und Deutungen über Dinge, Phänomene und Ereignisse in der Welt

Das Kind lernt, sich ein Bild von der Welt zu fertigen.

 

 

Erziehung und Bildung eines Individuums(Aufgaben Erzieher/innen)


Bildung geschieht aus eigener Motivation und äußert sich als Interaktion des Kindes mit seiner Umwelt. Aufgrund der gegenseitigen Beeinflussung haben, neben den Eltern, die 
Erzieher/innen einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder. Diese müssen sich dieser Verantwortung stets bewusst sein. Die 1 bis 6 jährigen Kinder werden in einer altersgemischten Gruppe betreut. Dadurch können die Jüngeren von den Älteren lernen und gleichzeitig Rücksichtnahme und Verantwortung entwickeln. Um jedoch eine optimale und altersgerechte Betreuung garantieren zu können, wird die Gruppe temporär geteilt. Es werden getrennt Aktivitäten für die 1 bis 3 Jährigen wie auch für die 3 bis 6 Jährigen angeboten. Zusätzlich wird für die Vorschulkinder (5 bis 6 Jährige) ein Lerntreff eingerichtet. Die Aufgabe der Erzieher/ innen ist es, die Individualität eines jeden Kindes zu respektieren, esseinen Kompetenzen und Interessen entsprechend zu fördern und auf die Erfüllung der Grundbedürfnisse zu achten. Insbesondere gilt es, die kognitive, physische und psychische Entwicklung des Schützlings zu beachten. Dabei orientieren sich Erzieher/innen der Kindertagesstätte "Loftschloss" an der Entwicklung des Kindes. Diese wird durch eine fachgemäße Beobachtung nach dem Prinzip des Berliner Bildungsprogramms (1. Beobachtung des Sachverhalts; 2. Vermutung über mögliche Ursachen; 3. Bewertung) ermittelt und durch anerkannten professionellen Verfahren wie Kuno Beller Tabelle, Sprachlerntagebuch und eigenständige Dokumentationsmethoden der Kinder (z.B. Fotodokumentation, Zeichnungen etc.)

ergänzt. Beobachtungsziel ist, die individuellen Voraussetzungen, Anlagen und Interessen in regelmäßigen Abständen zu dokumentieren, damit die Erzieher/innen für ihre Arbeit und den Austausch mit den Eltern wissen, was das Kind braucht. Ein weiteres Beobachtungsziel besteht darin, die aktuellen Interessen und Bedürfnisse der Kindergemeinschaft zu erfassen, um die jeweils aktuellen Themen der Kinder bei der Planung pädagogischer Projekte sowie bei der Materialbereitstellung und Raumgestaltung berücksichtigen zu können. Als Ergebnis der Auswertungen soll geklärt werden, wie die Fähigkeiten der Kinder unterstützt werden können, welche Anregungen jedes Kind benötigt, wie der Blickwinkel des Kindes erweitert werden kann etc. Die Ermittlung dieser Individualität und Persönlichkeit ist wichtig, weil sich jedes Kind in Temperament, Anlagen, Stärken, Eigeninitiative und Entwicklungstempo sowie nach
dem bisherigen Entwicklungshintergrund unterscheidet. Für die Erzieher/innen ist es von großer Bedeutung diese Eventualitäten zu bedenken und in der Einschätzung über die Entwicklung des Kindes zu berücksichtigen.

 

 

Erziehung und Bildung für eine zukünftige Welt


Wir sind der Meinung, dass Erzieher/innen nicht nur die Lern- und Bildungsprozesse 
der Kinder unterstützen und fördern, sondern auch die Entwicklungsbedürfnisse an die 
gesellschaftlichen Wandlungen und Erkenntnisse anpassen müssen. Wir teilen den Gedanken 

des Berliner Bildungsprogramms, welches die Meinung vertritt, dass die Gesellschaft in Zukunft eine Wissensgesellschaft, aber auch eine Risikogesellschaft sein wird, die immer höhere Anforderungen an die Menschheit stellt. Eigenschaften wie Intelligenz, Neugierde und Kreativität werden eine ausgeprägte Rolle spielen. Für die Vermittlung von Bildung bedeutet das, dass Erzieher/innen wissen müssen, welche Ziele zu verfolgen und schlussendlich zu vermitteln sind. Hierfür ist es nötig sich mit dem zukünftigen Weltbild auseinander zusetzen.Die daraus entstehenden Erkenntnisse sollen im Alltag der Kindergruppe thematisiert werden.

 

Pädagogische Schwerpunkte der Kindertagesstätte

 

Schlüsselkompetenz Sprache


Der Kindergarten ist ein Ort der Kommunikation. Zeit für Gespräche unter Kindern oder zwischen Kindern und Erwachsenen muss immer vorhanden sein, denn kindliches Handeln wird stets von Verständigung durchzogen. Erwachsenen sind Sprachvorbilder für Kinder. Sie benennenGegenstände, Symbole und Ereignisse und begleiten ihr eigenes Tun und die Aktivitäten der Kinder mit Worten. Der Umgang mit Sprache wird spielerisch mit Liedern, Geschichten, Gedichten und Reimen geübt. Ebenso werden Bewegungsspiele eingesetzt, die den Spracherwerb besonders fördern. Dies ist wichtig, weil für einen optimalen Start in die Schule die Fähigkeit der Kommunikation gefördert werden muss. Die pädagogischen Mitarbeiter/innen von "Loftschloss" müssen dies als eine wichtige Aufgabe in ihrer Arbeit mit den Kindern sehen. Hierbei ist nach dem Prinzip des Berliner Bildungsprogramms zu arbeiten. Es

beinhaltet, dass eine ausreichende Entwicklung der Sinne der Bewegungsfähigkeit und der 
Kommunikationskultur, Voraussetzung für eine gelungene Sprachentwicklung ist.

 

 

Lernen mit, durch und in Bewegung


Zur Förderung einer kindlichen Entwicklung, die auf die kindliche Erlebniswelt 
ausgerichtet ist, bedarf es vieler Zeit und vielfältiger Möglichkeiten. Wir sind der Meinung,dass Kindertagesstätten solch einen Erlebnisraum schaffen sollen, denn jedes Förderangebot ist mit der kindlichen Erlebniswelt gekoppelt und beachtet des Kindes Interessen  und Lust am Spiel. Erzieher/innen der Kita "Loftschloss" wissen welche Beschäftigung die Entwicklung des Kindes unterstützt. Ein Teil dieser Bereiche bildet die Förderung der Motorik. Mittels Bewegung lernen die Kinder ihren Körper kennen und zu beherrschen. Bewegungssicherheit und ein damit verbundenes Körpergefühl fördern das Selbstvertrauen des Kindes. So sammelt es körperliche, sinnliche, geistige und soziale Erfahrungen. Zusätzlich werden durch die Verknüpfung von Bewegung und Lernen Dinge besser abgespeichert.


Ziel ist es, diese Erkenntnisse umzusetzen und die Freude des Kindes an der Bewegung 

zu fördern.


Zu unseren Angeboten zählen:

 

Kindersport

 

Durch die Aufstellung eines vielseitigen und fachlich versierten Teams zu Betreuung der Kinder ist es möglich Schwerpunkte wie die Förderung der Motorik professionell anbieten zu können. So verfügt Frau Monika Purbst über eine Ausbildung zum anerkannten Kindersporttrainer

und Kinder Yoga Übungsleiter. Die Profession in Verbindung mit weitreichenden Erfahrungen, soll ein ausgewogenes Bewegungsprogramm im Alltag der Kinder garantieren.

 

 

Kinder Yoga
 

Neben dem Kindersport sollen auch alternative Übungen zu einer ausgewogenen Bewegungskultur beisteuern. So unterstützen beispielsweise Yoga Übungen das körperliche Wohlbefinden. Muskelanspannungen werden durch Dehnung und Bewegung gelöst und über den Blutkreislauf, das Lymphsystem, die Meridiane und weitere Energiebahnen wird der (Entgiftungs) Fluss angeregt und die  Lebensenergie aktiviert. Es kann sich auf der körperlichen Ebene schnell eine Entspannung einstellen und die Gedanken kommen zur Ruhe. Der Grundgedanke ist: Durch Yoga sollen Körper und Geist verbunden werden. Das soll zu einer Ganzheit verhelfen, die den Menschen glücklich und gesund leben lässt. Auf Grund dessen kann Yoga helfen unseren Gedankenfluss zur Ruhe zu bringen sowie im Alltag besser zurechtzukommen. 

 

 

Offene Gestaltung der Räume

 

Die Gestaltung der Räumlichkeiten wird durch das Architektenbüro Baukind übernommen. Baukind ist unter anderem Kreativpilot 2011/2012. Einen näheren Einblick erhält man unter

http://www.baukind.de

Das offene, kristalline Raumkonzeptes spiegelt sich in unserem pädagogischen Konzept mit Schwerpunkten in Kunst und Bewegung wider. Die Funktionalität unserer Räume schafft für die Kindern optimale Bewegungsmöglichkeiten, indem die gesamte Einrichtung für die Nutzung durch die Kinder geöffnet ist. Da für verschiedene Motivationen der Kinder unterschiedliche Räume aufgesucht werden können, bekommen sie so die Möglichkeit ihre Lebensräume frei zu erschließen. Der Eingangsbereich, sowie die Verbindung zwischen diesem und dem pädagogischem Bereich, welcher aus zwei großen Gemeinschaftsräumen besteht, bietet den Kindern viel Platz  

sich zu bewegen, zu toben, kreativ zu gestalten und trägt zur Anregung aller Sinne bei. Zusätzlich unterstützen verschiedene Bewegungselemente wie z.B. eine Kletterlandschaft/ Kuschelhöhle, ein Kriechtunnel und verschiedene Podeste das offene Bewegungskonzept. Im Gegensatz dazu schafft ein gemütlich eingerichteter Raum mit Höhlencharakter viel Ruhe, Atmosphäre zum Entspannen und einen Ort zum Rückzug, sowie Geborgenheit. In diesem Raum werden bewusst die räumlichen Begebenheiten (Lüftungsschächte) in die Planung aufgenommen. Die Lüftungsschächte werden genutzt um eine Deckenlandschaft unterschiedlicher Höhen zu gestalten.

 

 

Musisches und Bildkünstlerisches Gestalten

 

Eine gesunde Sinneswahrnehmung ist Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben, wenn es für Kinder später darum geht, sich eine eigene Meinung über die Welt oder andere Menschen zu bilden bzw. sich in andere Menschen hineinzufühlen. In unserer Kindertagesstätte sollen sich Kinder aktiv mit ihrer Umwelt auseinandersetzen und sich Erlebnisse durch Experimente mit Materialien verarbeiten. Um diesen Weg beschreiten zu können verwenden Kinder 

unterschiedlichste Mittel. Dabei macht sich ein Heranwachsender nur wenig Gedanken über den Gegenstand selbst, sondern beschäftigt sich vorwiegend damit diesen zu fühlen und seinen Körper darauf reagieren zu lassen. Er erfährt Struktur und Beschaffenheit des Gegenstandes und lernt gleichzeitig abstrakte Fähigkeiten, wie das Einordnen und Interpretieren.

 

Aber auch musische Erfahrungen tragen zum Erwerb dieser Fähigkeiten bei. Kinder werden seit allen Zeiten durch Musik zur Bewegung inspiriert. Durch diese Regungen können Kinder Erfahrungen mit sich selbst und ihrer Umwelt außergewöhnlich erleben. Speziell beim Tanz werden zusätzlich kommunikative Kompetenzen durch die Wechselwirkung mit dem Partner gefördert. Diese sinnlichen Erfahrungen sind sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes.

 

Zu unseren Angeboten zählen:

 

Bildkünstlerisches Gestalten

 

Entwicklung von bildnerischen Fähigkeiten mit verschiedenen Materialien, Nutzen von Möglichkeiten zum Experimentieren mit verschiedenen Papieren, mit Farbe, Wachs, Kreide, Stiften, Pinseln, Stäbchen, Schwämmen oder auch Strohhalmen.

 

 

Musik und Tanz

 

Gehörbildung, Schlagübungen, Lieder, natürliche Körperbewegung, Tanz als Ausdruck der Körpersprache, Musik erleben und tänzerisch umsetzen, Entwicklung des Körperbewusstseins.

 

 

Darstellendes Spiel

 

Soziale Fähigkeiten im Umgang mit anderen Kindern entwickeln, Spielen einzelner Figuren und kleiner Geschichten, Ausdrucks, Rollen- und Kooperationsspiele zur Stärkung der Sprache, sich mitteilen können, Körpersprache.

 

 

Sprachliches Gestalten

 

Erzählgeschichten, Lieder und Tänze, Rollenspiel

 

 

Die Bildungsbereiche des Berliner Bildungsprogramms

 

Jedes Kind wird im Verlauf seiner Kita- Zeit Erfahrungen mit folgenden sieben Bildungsbereichen gemacht haben. Die Bereiche stehen miteinander in Beziehung und werden als 

gleichwertig angesehen.

 

 

1. Körper, Bewegung und Gesundheit

 

Kindliches Lernen ist an die Körpererfahrungen gebunden, die durch Bewegung erzeugt wird. Körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden sind wichtige Voraussetzungen für die Bildungsprozesse der Kinder. Die beste Gesundheitsfürsorge für Menschen (Kinder) ist, sie zu befähigen, für ihr eigenes Wohlergehen zu sorgen und für gesunde Lebensbedingungen 

einzutreten.

 

 

2. Soziale und kulturelle Umwelt

 

Mit erfolgreicher Entwicklung der Kompetenzen im Bereich des Körpers, der Bewegung und 

der Gesundheit erhält das Kind die Möglichkeiten die Bewältigungsstrategien der Erwachsenen zu erproben und seine Handlungsräume zu erweitern. Die Qualität der Erkundungen (ängstlich, tollkühn oder selbst überschätzend) hängt ganz von der emotionalen Beziehung zum Erwachsenen ab.Laut Berliner Bildungsprogramm sind soziale Beziehungen Grundvoraussetzung für alle Bildungsbereiche, weil ohne soziale Bindungen Bildung nicht möglich ist. Nur wenn das Kind vollstes Vertrauen in seine Bezugsperson hat wird es ermutigt unbekannte Schritte zu 

verrichten.

Die Förderung in diesem Bildungsbereich hilft dem Kind seine Selbstachtung und sein Selbstwertgefühl zu stärken. Ein positives Selbstwertgefühl führt dazu, dass Heranwachsende sich auch bei Misserfolg nicht entmutigen lassen. Sie lernen sich selbst positiv zu bewerten,

indem sie Teilerfolge erkennen und hervorheben.

 

 

3. Kommunikation: Sprache, Schriftkultur und Medien

 

Sprache, gesprochen wie geschrieben, ist in unserer Gesellschaft das vorherrschende Medium.

Sprache ist so wichtig, weil sie unser primäres Bildungsgut ist. Durch das Erlernen der Sprache verändert sich der Bezug des Kindes auf seine sachliche und menschliche Umgebung. Somit hat das Kind die Möglichkeit, sich zu einem selbständig denkenden Individuum zu entwickeln. Das erste Wort, das ein Kind spricht, das erste Bild, das es malt, sind wichtige

Meilensteine auf diesem Weg. (Dabei sei an dieser Stelle deutlich gemacht, dass auch Kinder mit Hör- oder Sprachbehinderungen zu einem selbstständigen Mitglied unserer Gesellschaft heranwachsen können. Es bedarf in diesem Fall jedoch einer angemessenen Förderung um sich, über Sprachbehinderungen hinweg, verständigen zu können)

 

 

4. Bildnerisches Gestalten

 

Gerade zu Beginn der Sprachentwicklung, bieten ästhetische Wahrnehmung und bildnerischer Ausdruck den Kindern gute Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit der Umwelt in der sie leben. Kunst kann den Heranwachsenden dabei helfen, das zu verarbeiten, was sie täglich erleben.

 

 

5. Musik

 

Mit ihren Melodien, Rhythmen und Klangfarben wirkt Musik auf das seelische Empfinden, bietet 

Genuss und Entspannung und ermöglicht Verständigung über Sprachgrenzen hinweg.

 

 

6. Mathematische Grunderfahrungen

 

Durch das Erlernen mathematischer Grunderfahrungen kann das Kind sein eigenes Bild von 

der Welt der Zahlen erschließen. Das ermöglicht ihm abstrakte Gegenstände wie Zahlenmengen, Symbole und Ordnungsstrukturen zu verstehen. Die Grundlage für mathematisches Denken erwirbt derHeranwachsende in den ersten Lebensjahren. Deshalb wird eine Förderung in unserer Einrichtung als wichtig erachtet.

 

 

7. Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen

 

Der Umgang mit Pflanzen und Tieren sowie das Einbeziehen der belebten Welt ist sind traditioneller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Viele der kindlichen Fragen richten sich auf naturwissenschaftliche und technische Phänomene. Damit wird deutlich, dass die tägliche Arbeit der Pädagogen auch auf diesen Bereich ausgerichtet sein muss. Naturwissenschaftliche Beobachtungen und der Umgang mit technischen Geräten und Medien regen zusätzlich zum Experimentieren an.

 

 

Abenteuer Welt

 

Kinder kommen mit natürlichem Erkundungsinteresse zur Welt. Sie sind kleine Forscher mit unbändigem Drang zu Expeditionen in das Unbekannte. Von Beginn an beobachten und erforschen sie ihre Umgebung. Alles was in Blick- oder Reichweite kommt, weckt ihr Interesse. 

Der Kindergarten muss möglichst viele Facetten dieser Welt in den Erfahrungshorizont der Kinder holen. Er ist Teil der Umwelt und muss Kindern die Möglichkeit geben, sich aktiv mit der natürlichen und sozialen Umwelt auseinander zu setzen. Einen großen Teil können Erfahrungen in der freien Natur dazu beitragen. Eine wichtige Aufgabe der Naturpädagogik besteht darin, Kindern Möglichkeiten für phantasievolle, ausgedehnte und faszinierende Naturbegegnungen in allen vier Jahreszeiten zu ermöglichen. In der Natur finden Kinder viel wertvolle Entdeckungs- und Erfahrungsräume, die mit ihren vielfältigen Reizen die Sinne, die 

Körperwahrnehmung und den Verstand anregen. Mit dem Wunsch der Kinder, ihre Erlebnisse zu ordnen und zu verstehen, wird aktives und dynamisches Lernen in dieser für sie begreifbaren Welt möglich. Des Weiteren werden durch den Umgang mit Naturmaterialien die Sinne besonders angeregt. Die Kinder lernen intensiver und bewusster hinzuschauen. Durch eine ästhetische Erziehung wird auch die kindliche Wahrnehmung sensibilisiert, ganz im Gegensatz zur Beschäftigung mit herkömmlichem Plastikspielzeug. Die Kinder beobachten gewissenhaft beim Erleben der Natur: Wie fühlt sich ein Blatt an? Wie fühlt sich Erde an? Wie fühlt sich Wasser an? Was kann ich alles damit anfangen, konstruieren, spielen? Hier entwickelt sich eine Erfahrung über die Sinne, eine Auseinandersetzung mit der Natur. Das Kind lernt"erneut"

die Fähigkeit der Sinne zu gebrauchen um so die Schätze der Erde zu sehen, zu hören, zu riechen, zu fühlen, zu schmecken, sie zu erleben. Wald und Wiesentage werden von uns gezielt alsBewegungsangebot eingesetzt. Die Umgebung der Kindertagesstätte lädt als naturnaher

Bewegungsraum jederzeit zu ausgedehnten Bewegungsspielen und Sinneserfahrungen ein, die der Wahrnehmung des eigenen Körpers gut tun. Dazu zählen unter anderem Ausflüge in den Heinrich-Lähr Park, Wanderungen entlang des Teltowkanals, Wald und Wiesentage in den 

Naherholungsgebieten Grunewald und Schlachtensee, etc.

 

 

Ernährung und Gesundheit

 

Die Grundlagen für Gesundheit fördernde Verhaltensweisen, Vorlieben und Gewohnheiten werden in der Kindheit gelegt. Unsere Kita ist sich dieser Verantwortung bewusst und konzentriert sich auf Möglichkeiten, welche unsere Kinder in die Lage versetzen eine gesunde Lebensweise auszubilden. Wir legen großen Wert darauf den Kindern eine Kost anzubieten, die für ihre gesunde Entwicklung förderlich ist und vor allem auch gut schmeckt.

 

 

Gesundheits- und Sauberkeitserziehung

 

Gesundheitserziehung geht weit über das Training von Zähneputzen und Gesicht waschen hinaus.

Gesundheitserziehung soll Anreiz für eine gesunde Ernährung geben und die Bedeutsamkeit von innerer Ruhe und Gelassenheit vermitteln. Die Kinder lernen aber auch das Alltägliche kennen,wiesich gründlich die Hände zu waschen und die Zähne zu putzen. Wir begleiten die Kinder beim trocken werden. Der gemeinsame Gang zur Toilette ist dabei sehr wichtig. Freude und das Lobauszusprechen sobald es erstmalig geklappt hat, geben dem Kind Sicherheit und zeugen von 

Führsorge.

 

 

Eingewöhnung

 

Die Eingewöhnung des Kindes in den Kita- Alltag wird nach dem Prinzip des "Berliner Eingewöhnungsmodell" vollzogen (INFANS 1990). Dieses basiert auf den Erkenntnissen, dass

die Eingewöhnung des Kindes einen Einschnitt für Kind und Eltern bedeutet. Beide müssen lernen voneinander loszulassen. Diesbezüglich werden in einem Vorgespräch alle 

organisatorischen Belange, evt. Ängste und Besonderheiten des Kindes besprochen. Eine Unterstützung bietet in diesem Fall "das Sprachlerntagebuch", mit seiner Rubrik "Fragen zum Kennenlernen des Kindes und seiner Familie". Durch die vorgegebenen Themenkomplexe erhält

der/die Erzieher/in einen praktischen Leitfaden der gleichzeitig ein hohes Maß an Interesse für das Kind belegt.

 

Die ersten drei Tage bilden die Grundphase. Das Elternteil kommt mit dem Kind zusammen in die Kita, möglichst immer zur selben Zeit. Dabei ist es sehr wichtig, dass das jeweilige Elternteil eher passiv bleibt und das Kind auf keinen Fall drängt, sich von ihm zu entfernen. Die Mutter oder der Vater sollen gerade in dieser Zeit ein sicherer und stabiler Fixpunkt für das Kind sein. Gleichzeitig sollte der/die Erzieher/in das Gespräch mit den Eltern suchen um 

weitere Informationen über das Kind zu erhalten. Danach erfolgt eine vorsichtige Kontaktaufnahme über Spielangebote oder ähnliches. Wichtig ist es, in den ersten 3 Tagen das Kind nicht von Mutter (oder Vater) nicht zu trennen und das Verhalten zwischen Elternteil und Kind sehr genau zu beobachten. In dieser Phase bleiben Kind und Erwachsener nicht länger als 1,5 Stunden pro Tag gemeinsam in der Kindertagesstätte.

 

Nach dem 3. Tag sollte, auf der Grundlage der gesammelten Beobachtungen und Informationen, eine vorläufige Entscheidung über die Dauer der Eingewöhnungsphase getroffen werden. Wenn es den Erziehern/innen gelungen ist einen guten Kontakt zum Kind aufzunehmen, gibt es dann eine erste Trennung. In diesem Fall ist es wichtig, dass sich die Mutter einige Minuten nach Ankunft im Gruppenraum von ihrem Kind verabschiedet, den Raum verlässt, aber in der Nähe bleibt. Die Reaktion des Kindes sind der Maßstab für die Fortsetzung oder den Abbruch dieses Trennungsversuchs. Dabei ist es nicht ausschlaggebend ob das Kind weint oder nicht, sondern nur, ob es sich rasch und dauerhaft von der Erzieherin oder dem Erzieher trösten lässt. Wirkt das Kind verstört oder beginnt es untröstlich zu weinen, so muss die Mutter sofort zurückgeholt werden.

 

Die Trennungszeiten werden von Tag zu Tag umfangreicher. Die Eingewöhnung kann als 

abgeschlossen angesehen werden, wenn das Kind den/die Erzieher/in als Bezugsperson im vollen 

Umfang akzeptiert hat.

 

 

Familienorientierung

 

Wir sehen die Eltern als die wichtigsten Bezugspersonen ihres Kindes. Dies macht 

die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher/in so bedeutsam. Nur im gemeinsamen Wirken von Familie und Kita können wir den Kindern einen stabilen und sicheren Rahmen bieten. Mitarbeiter der Kita "Loftschloss" versuchen aus diesen Gründen viele Informationen weiterzugeben und die Arbeit so transparent wie möglich zu gestalten; beispielsweise durch Tagespläne oder Elternhefte, aber auch Elterngespräche, Elternabende, Feste und gemeinsame Ausflüge.

 

 

Beschwerdemanagement

 

Beschwerden von Eltern sind ein Lernfeld für die Erzieher/innen. Beschwerden werden von uns als Chance für eine gesunde Kooperation mit Erziehungsberechtigten gesehen. In diesem Zusammenhang bestimmt folgendes Motto unsere Einrichtung:

 

 

"Der schlechtest gelöste Konflikt ist derjenige, der unterschwellig brodelt, offensichtlich ist, aber niemals thematisiert wird. Beschwerden dagegen sind ein Beitrag zur 

kontinuierlichen Qualitätsverbesserung."

                                                             Heinrich B. Pieper

 

 

Wenn es gelingt die Beanstandung nicht persönlich zu nehmen und den sachlichen Inhalt zu fixieren, dann steht einem kritikfähigen Kindergarten nichts im Wege. Dazu bedarf es folgender Schritte:

 

1. Problembewusstsein schaffen (Mitarbeiter über die negativen Auswirkungen eines 

   nichtprofessionellen Umgangs mit Beschwerden informieren

 

2. Sensibilisierung für die Kundenperspektive (Empathie fördern, beispielsweise durch            methodische Übungen)

 

3. Die eigene Haltung reflektieren

 

4. Die Haltung der Einrichtung zu Beschwerden klären

 

5. Trainingseinheiten zu Beschwerdeannahme und Beschwerdegespräch

 

6. Verfahren zum Beschwerdemanagement einführen

 

Auf diese Weise soll ein professioneller und kontinuierlicher Dialog mit den Eltern 

entstehen. Uns geht es darum, Konflikte wahrzunehmen und anzugehen. Zu diesem Zweck verwendet unsere Kita folgende Verfahren: Checklisten,Feedbackbox, Beschwerdeprotokolle, Evaluationsbögen und persönliche Gespräche. Grundsätzlich werden alle Beschwerden dokumentiert und in der Regel 

führen sie zu einem Gesprächstermin mit der Leitung.

 

 

Verhaltensregeln

 

Im Falle einer drohenden Eskalation eines Konflikts zwischen Eltern und Erzieher/in oder 

zwischen den Mitarbeitern selbst, ist das gesamte Personal über folgende Verhaltensregeln

belehrt worden:

 

  • Sachlichkeit (keine Übertreibungen, Pauschalisierungen)

  • emotionale Zurückhaltung (keine Beleidigungen)

  • Blick auf Lösungsmöglichkeiten (anstelle Schuldzuweisungen)

 

 

Prophylaxe

 

Eine weitere Möglichkeit mit Konflikten umzugehen ist, diese im Voraus nicht entstehen zu 

lassen. Der professionelle Umgang mit den Eltern scheint diesbezüglich ebenso wichtig wie eingutes Betriebsklima. 

 

Der Träger Loftschloss gGmbH sowie die pädagogische und administrative Leitung sind sich dieser Verantwortung bewußt. Gemeinsam sind sie bestrebt durch eine enge Zusammenarbeit und frühzeitige Maßnahmen ein gesundes Betriebsklima zu erhalten und zu fördern.

 

 

  • Es gilt einen häufigen Personalwechsel durch unbefristete Verträge (nach Probezeit) zu verhindern. Dadurch kann sich ein starkes und effektiv arbeitendes Team entwickeln, welches auch bei Konflikten handlungsfähig bleibt.

  • Auch ein ausreichender Personalschlüssel und qualifizierte Mitarbeiter sind ausschlaggebendfür ein erfolgreiches Miteinander.

  • Pädagogisches Personal der Kita "Loftschloss", welches im Vorstand des Trägervereins tätig ist, beschäftigt sich ausschließlich mit pädagogischen Anliegen, administrativen Aufgaben sowie rechtlichen Angelegenheiten. Das Qualitätsmanagment wird Mitgliedern des Trägervereins anvertraut, deren hauptberufliche Beschäftigung sich außerhalb der Kindertagesstätte befindet. Sabine Schieferdecker, Coach und Lehrtrainer, übernimmt derzeitig das Konflikt- und Qualitätsmanagement und Norbert Bierbach, Rechtsanwalt, regelt alle rechtlichen Anliegen.